Deutsche OSM-Vertretung sinnvoll?

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Deutsche OSM-Vertretung sinnvoll?

Dietmar Seifert
Hallo,

einfach nur inspiriert von der aktuellen, lebhaften Diskussion zur
OSMF-Board Wahl:
ich möchte die Diskussion anstoßen, ob wir nicht in Deutschland auch
eine offizielle OSM-Vertretung (local chapter) haben wollen.

Auf der Intergeo habe ich wegen Straßenlisten und Hausnummerlisten
mehrere Landesvertretungen und auch die ADV-online besucht.
Ohne politische Einwirkung bekommen wir nicht die Listen, wobei diese ja
nur ein kleiner Teil von Daten ist, der uns interessiert. Mit "Daten"
meine ich nicht das anzapfen von fertigen Daten, die wir nur noch
importieren sollten, sondern von Grundlagen, die wir zur
Qualitätssicherung und -steigerung einsetzen können.

Unser Projekt ist mittlerweile so bekannt, das wir feste Ansprechpartner
bieten sollten für die Öffentlichkeit und ebenso für Verwaltung,
Unternehmen, Presse, Vereine, ...
Wir können damit auch aktiv die Öffentlichkeit über unser Projekt, über
wesentliche Fortschritte, etc. informieren und so u.a. unsere Basis
ausweiten.

Mit einer deutschen OSM-Vertretung könnten wir versuchen, auf der Ebene
unterhalb des OSMF-Boards Gestaltungswillige zusammen zu führen. Das
könnte, muss aber nicht, auch ein Sprungbrett ins OSMF-Board sein.

Wie so eine OSM-Vertretung aussehen soll/muss, ob als Verein oder
zwanglos, ist für mich erstmal zweitrangig.

viele Grüße

Dietmar aka okilimu



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Re: Deutsche OSM-Vertretung sinnvoll?

Markus-2
Hallo Dietmar,

> ob wir nicht in Deutschland auch eine offizielle OSM-Vertretung
> (local chapter) haben wollen.

Haben wir :-)
www.fossgis.de
http://wiki.openstreetmap.org/wiki/DE:FOSSGIS

Mit herzlichem Gruss,
Markus


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Re: Deutsche OSM-Vertretung sinnvoll?

Dietmar Seifert
Hallo Markus,

nein, die Fossgis vertritt in Deutschland unsere Interessen, wenn wir
a) Spenden innerhalb Deutschlands sammeln und
b) wenn jemand eine offzielle Unterschrift braucht

Da unterschreibt aber hoffentlich keiner mit
xyname
OpenStreetMap Deutschland

Eine deutsche OSM-Vertretung muß gewählt werden und die OSM Community
repräsentieren.

Wer von der Presse oder von Unternehmen wird bei der Fossgis nachfragen,
um Kontakt zu OSM in Deutschland zu bekommen?

Da wird am ehesten die Kontaktseite auf [2] verwendet, was auch aktuell
gut ist, aber ich finde es gut, wenn wir uns mehr organisieren.

viele Grüße

Dietmar

[1] http://wiki.openstreetmap.org/wiki/Local_chapter
[2] http://www.openstreetmap.de/impressum.html



Am 24.10.2014 09:27, schrieb Markus:

> Hallo Dietmar,
>
>> ob wir nicht in Deutschland auch eine offizielle OSM-Vertretung
>> (local chapter) haben wollen.
>
> Haben wir :-)
> www.fossgis.de
> http://wiki.openstreetmap.org/wiki/DE:FOSSGIS
>
> Mit herzlichem Gruss,
> Markus
>
>
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Re: Deutsche OSM-Vertretung sinnvoll?

Frederik Ramm
In reply to this post by Dietmar Seifert
Hallo Dietmar,

On 10/24/2014 08:58 AM, Dietmar Seifert wrote:
> Mit einer deutschen OSM-Vertretung könnten wir versuchen, auf der Ebene
> unterhalb des OSMF-Boards Gestaltungswillige zusammen zu führen. Das
> könnte, muss aber nicht, auch ein Sprungbrett ins OSMF-Board sein.

Diese Vertretung will eigentlich der FOSSGIS e.V. sein, oder der FOSSGIS
will zumindest den Rahmen für diese Vertretung bilden; es wäre durchaus
erwünscht, wenn sich im FOSSGIS eine Gruppe formieren würde, die hier
ein bisschen Leben reinbringt, bislang hat sich da aber wenig ergeben.
Olaf Kotzte hatte auf der FOSSGIS-Konferenz in Rapperswil Namen auf
einem Zettel gesammelt für solch ein Unterfangen, aber viel ist daraus
glaube ich nicht geworden.

Der FOSSGIS ist da völlig offen - wenn eine solche Gruppe zum Beispiel
etwas autonomer agieren würde und einen eigenen Abteilungsvorsitzenden
haben mit eigenem Briefpapier oder was auch immer, wäre das sicherlich
kein Problem. Bislang halt hat niemand für sowas "hier!" gerufen.

Der FOSSGIS ist bislang kein akkreditiertes "Local Chapter" der OSMF,
aber diesen Status gibt es ja auch noch nicht so lange. Es ist
mittelfristig schon geplant, dass der FOSSGIS da irgendwie eine
Vereinbarung mit der OSMF trifft. Leider war die treibende Kraft auf
OSMF-Seite für diese Local Chapter-Sachen Simon, und ich vermute, dass
da jetzt erstmal wieder für einige Zeit die Luft raus ist. Aber das hat
den FOSSGIS bislang auch nicht davon abgehalten, als de-facto-Local
Chapter aufzutreten.

All das ist aber auch nicht in Stein gemeisselt. Es gab vor langer
langer Zeit ein OSM-Aktiventreffen im Linuxhotel, wo wir darüber
diskutiert und abgestimmt haben, ob wir einen eigenen Verein wollen oder
Teil vom FOSSGIS sein. Damals fiel die Entscheidung auf "Teil des
FOSSGIS", aber wenn da irgendwann mal die Stimmung umschlägt, kann man
sich das auch anders überlegen. Ich finde das immer noch ein gutes
Arrangement, aber es gibt auch Leute, die sich als OSMer mit dem FOSSGIS
(wegen des Namens) nicht so gut identifizieren könnten.

Vielleicht könnten wir ja als "OpenStreetMap Deutschland" auftreten imt
dem kleingedruckten Untertitel "Arbeitsgruppe im FOSSGIS e.V." oder so.

Bye
Frederik

--
Frederik Ramm  ##  eMail [hidden email]  ##  N49°00'09" E008°23'33"

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Re: Deutsche OSM-Vertretung sinnvoll?

Jochen123
In reply to this post by Dietmar Seifert
On Fr, Okt 24, 2014 at 09:45:50 +0200, Dietmar Seifert wrote:

> nein, die Fossgis vertritt in Deutschland unsere Interessen, wenn wir
> a) Spenden innerhalb Deutschlands sammeln und
> b) wenn jemand eine offzielle Unterschrift braucht
>
> Da unterschreibt aber hoffentlich keiner mit
> xyname
> OpenStreetMap Deutschland
>
> Eine deutsche OSM-Vertretung muß gewählt werden und die OSM Community
> repräsentieren.
>
> Wer von der Presse oder von Unternehmen wird bei der Fossgis nachfragen,
> um Kontakt zu OSM in Deutschland zu bekommen?
>
> Da wird am ehesten die Kontaktseite auf [2] verwendet, was auch aktuell
> gut ist, aber ich finde es gut, wenn wir uns mehr organisieren.

Also bisher hat das ganz gut funktionert mit dem FOSSGIS als "offizieller
Vertretung". Was da genau draufsteht, ist so wichtig nicht. Joachim Kast redet
seit Jahren mit Behörden und stellt sich als offizieller Ansprechpartner vor,
ohne dass er ein gewähltes Amt hat. Das haben wir auf irgendeinem Treffen von
aktiven OSMern mal so beschlossen, dass er das machen kann. (Nicht, dass er
das davor nicht auch schon gemacht hätte. Wir haben ja eigentlich immer den
Standpunkt vertreten, dass jeder, der sich berufen fühlt, auch einfach für
die OSM-Community sprechen kann, auch ohne den offiziellen Posten. Das
entspricht einfach dem Grassroots-Ansatz von OSM.) Und gelegentlich schlagen
beim FOSSGIS wirklich auch Externe auf, die OSM ansprechen wollen.

Klar wäre es schöner, wenn das alles gut geregelt ist und viele OSMer sich in
einem Verein oder so engagieren und Leute wählen usw. Und ja, es wäre auch
schön, wenn da auch irgendwie "OSM" draufsteht. Aber das Problem ist halt
immer wieder gewesen, dass es nicht genug Aktive gibt. Ich hab mehrfach Treffen
angeleiert, wo wir sowas in Gang bringen wollten. Aber da kommen dann immer
ein paar Leute und nachher bleiben nicht viele übrig, die wirklich Arbeit
machen. Die Zusammenarbeit mit dem FOSSGIS ist also auch einfach der Versuch,
den Overhead zu minimieren.

Aber vielleicht war das auch er falsche Ansatz und mehr OSMer würden sich mit
einem OSM-Verein identifizieren, auf dem auch "OSM" drauf steht, und würden sich
dann mehr einbringen. Also wenn das jemand angehen will, dann wäre das sicher
einen Versuch wert.

Jochen
--
Jochen Topf  [hidden email]  http://www.jochentopf.com/  +49-721-388298

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Re: Deutsche OSM-Vertretung sinnvoll?

Michael Buege
In reply to this post by Frederik Ramm
Zitat Frederik Ramm:

> Hallo Dietmar,
>
> On 10/24/2014 08:58 AM, Dietmar Seifert wrote:
>> Mit einer deutschen OSM-Vertretung könnten wir versuchen, auf der Ebene
>> unterhalb des OSMF-Boards Gestaltungswillige zusammen zu führen. Das
>> könnte, muss aber nicht, auch ein Sprungbrett ins OSMF-Board sein.
>
[...]
> All das ist aber auch nicht in Stein gemeisselt. Es gab vor langer
> langer Zeit ein OSM-Aktiventreffen im Linuxhotel, wo wir darüber
> diskutiert und abgestimmt haben, ob wir einen eigenen Verein wollen oder
> Teil vom FOSSGIS sein. Damals fiel die Entscheidung auf "Teil des
> FOSSGIS", aber wenn da irgendwann mal die Stimmung umschlägt, kann man
> sich das auch anders überlegen. Ich finde das immer noch ein gutes
> Arrangement, aber es gibt auch Leute, die sich als OSMer mit dem FOSSGIS
> (wegen des Namens) nicht so gut identifizieren könnten.

Wir haben das damals so entschieden, weil keiner von uns Zeit und
Erfahrung hatte, einen Verein zu gründen. Wir kamen überein,
die bestehenden Vereinsstrukturen beim FOSSGIS zu
nutzen und unsere Kapazitäten besser in das eigentliche Projekt zu
stecken. IIRC ging es seinerzeit hauptsächlich um praktische Fragen,
z.B. wer Spenden, Sponsoring und ähnlichen Dinge für OSM in
Deutschland entgegen nimmt.
Die Zeiten haben sich geändert, das Projekt hat sich etabliert und
gefestigt. Neben technischen und praktischen Fragen spielen immer mehr
Themen eine Rolle, die man mehr oder weniger als politisch bezeichnen
kann. Da ich es persönlich bei Vereinen eher mit Groucho Marx halte,
kann ich nicht einschätzen, ob ein deutscher OSM-Verein taugt als
Interessenvertretung der hiesigen Gemeinde. Aber eine Diskussion
darüber wäre imho wieder angebracht, denn, wie gesagt, die Zeiten
haben sich geändert...

--
Michael



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Re: Deutsche OSM-Vertretung sinnvoll?

Falk Zscheile-2
Am 24. Oktober 2014 14:23 schrieb Michael Buege <[hidden email]>:

>
> Die Zeiten haben sich geändert, das Projekt hat sich etabliert und
> gefestigt. Neben technischen und praktischen Fragen spielen immer mehr
> Themen eine Rolle, die man mehr oder weniger als politisch bezeichnen
> kann. Da ich es persönlich bei Vereinen eher mit Groucho Marx halte,
> kann ich nicht einschätzen, ob ein deutscher OSM-Verein taugt als
> Interessenvertretung der hiesigen Gemeinde. Aber eine Diskussion
> darüber wäre imho wieder angebracht, denn, wie gesagt, die Zeiten
> haben sich geändert...
>
>
> Was genau hat sich deiner Meinung nach geändert? Und wo wäre bei diesen
Änderungen der konkrete Vorteil gegenüber dem FOSSGIS als Trägerverein?
Welche "politischen Themen" sind es, die du besser oder anderes
repräsentiert sehen möchtest?

Gruß, Falk
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Re: Deutsche OSM-Vertretung sinnvoll?

Dietmar Seifert
In reply to this post by Dietmar Seifert
Hallo,

Querverweis: Ich habe meinen original Mailingbeitrag ins OSM-Forum
gestellt, dort wird parallel diskutiert [1].

viele Grüße

Dietmar

[1] http://forum.openstreetmap.org/viewtopic.php?id=27456

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Re: Deutsche OSM-Vertretung sinnvoll?

Johann H. Addicks
Ich würde die Frage in 3 Abteilungen splitten:

a) Man hat Leute, die unbedingt inhaltliche Arbeit leisten möchten und
nicht so viel Lust auf Verwaltungsoverhead, Geschäftsordnung,
Rechenschaftsberichte haben: -> ständige Arbeitsgruppe im FOSGIS

b) Man hat Leute, die gern einen Verein betreiben möchten und es toll
finden, dass sie mit OSM ein Satzungsziel verfolgen können, welches gut
vermittelbar ist und das potentiell viele Mitglieder und viel
Community-Orga perspektivisch ermöglichst. (Aufkleber, Stammtischorga,
Messestände, Jahreshauptversammlungen, Schulungen, Jährliche
Preisverleihungen, Stipendien, Mitglieder-Rabattaktionen bei
Partnerunternehmen/Versicherungen)

c) Man hat Leute, die sagen, sie würden sich nicht trauen, für OSM die
Werbetrommel zu rühren, ohne dass sie offizielle OSM-Vereinsvertreter seien.

d) Eine Arbeitsgruppe im FOSGIS ist gescheitert, weil die inhaltlichen
Differenzen zwischen den OSMlern und den FOSGISlern nicht überbrückbar
sind in welcher Art auch immer und daher ein eigener Trägerverein solche
Konflikte sinnvoll vermeidet.


Ich habe gerade Schwierigkeiten mich zu entscheiden, welches Szenario
wir gerade haben und was wir anstreben sollten. Der Blick zu
"Wikimedia/Wikipedia" sagt mir, dass auch ein "irgendwie eigenen Verein"
nicht frei von Konfliktpotential ist.

-jha-


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Re: Deutsche OSM-Vertretung sinnvoll?

Norbert Kück-2
Hallo,

am 27.10.2014 01:51 schrieb Johann H. Addicks:
> Ich habe gerade Schwierigkeiten mich zu entscheiden, welches Szenario
> wir gerade haben und was wir anstreben sollten. Der Blick zu
> "Wikimedia/Wikipedia" sagt mir, dass auch ein "irgendwie eigenen Verein"
> nicht frei von Konfliktpotential ist.
Soisses - natürlich kracht es auch bei OSM. Wenn man derzeit Osmf-talk
liest, könnte man die beabsichtigte Selbstauflösung vermuten.

Gruß
nk

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Re: Deutsche OSM-Vertretung sinnvoll?

Markus-2
In reply to this post by Johann H. Addicks
Moin Johann,

eine Wesentliche Frage bei solchen Konstruktionen ist die
*Verteilung von Macht*

Sobald formale Gebilde installiert werden,
tauchen immer Fragen auf wie:
- was sind die Ziele?
- wer legt diese fest?
- wer darf was?
- wer darf was nicht?
- wer muss erst fragen? wen?
- wer trifft Entscheidungen? wie?
- wer informiert wen?
- wie ist das Machtverhältnis zwischen Mitgliedern und Nichtmitgliedern?
- wie werden Interessensunterschiede berücksichtigt
- wie werden Konflikte gelöst?

Bis jetzt ist OSM eine Technokratie.

Entscheidungen werden von Programmierern und Server-Admins getroffen.
Vermutlich sind viele in der OSMF organisiert.
Wobei die OSMF (mir) recht intransparent erscheint.

Andererseits leben wir das Prinzip der "Graswurzelrevolution":
jeder macht was er will.

Einige nennen es "Basar Stil":
jeder macht was er will - wenn (viele) andere mitmachen, dann verbreitet
es sich.

Die Macht lieg bei denjenigen, die einen Vorsprung haben:
- technologisch
- informatorisch
- politisch
- oder einfach mehr Zeit zur Verfügung haben (Vielschreiber)
oder lauter und mächtiger auftreten

> Ich würde die Frage in 3 Abteilungen splitten:

Du beschreibst vier.

Weiter wären:

e) Unterstützer, die dafür einen Förderverein gründen
vergleichbar mit b) aber streng begrenzt auf reine Unterstützung
(ohne eigene "hidden Agenda" - nicht unproblematisch, denn Geld ist Macht).

f) ...

> a) Man hat Leute, die unbedingt inhaltliche Arbeit leisten möchten und
> nicht so viel Lust auf Verwaltungsoverhead, Geschäftsordnung,
> Rechenschaftsberichte haben: -> ständige Arbeitsgruppe im FOSGIS
>
> b) Man hat Leute, die gern einen Verein betreiben möchten und es toll
> finden, dass sie mit OSM ein Satzungsziel verfolgen können, welches gut
> vermittelbar ist und das potentiell viele Mitglieder und viel
> Community-Orga perspektivisch ermöglichst. (Aufkleber, Stammtischorga,
> Messestände, Jahreshauptversammlungen, Schulungen, Jährliche
> Preisverleihungen, Stipendien, Mitglieder-Rabattaktionen bei
> Partnerunternehmen/Versicherungen)
>
> c) Man hat Leute, die sagen, sie würden sich nicht trauen, für OSM die
> Werbetrommel zu rühren, ohne dass sie offizielle OSM-Vereinsvertreter seien.
>
> d) Eine Arbeitsgruppe im FOSGIS ist gescheitert, weil die inhaltlichen
> Differenzen zwischen den OSMlern und den FOSGISlern nicht überbrückbar
> sind in welcher Art auch immer und daher ein eigener Trägerverein solche
> Konflikte sinnvoll vermeidet.
>
>
> welches Szenario wir gerade haben

Vermutlich haben wir alle irgendwo.
Je nach Blickwinkel sehen wir aber manchmal nur ein bestimmtes Szenario.

> was wir anstreben sollten

Das kann man m.E. erst sinnvoll diskutieren,
wenn man weiss, welche Ziele man gemeinsam verfolgen will :-)

*Transparenz* wäre mir wichtig
*OSM die freie Weltkarte* ebenfalls

Mit herzlichem Gruss,
Markus


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Re: Deutsche OSM-Vertretung sinnvoll?

SimonPoole


Am 27.10.2014 18:23, schrieb Markus:
...
> Bis jetzt ist OSM eine Technokratie.
>
> Entscheidungen werden von Programmierern und Server-Admins getroffen.
> Vermutlich sind viele in der OSMF organisiert.
> Wobei die OSMF (mir) recht intransparent erscheint.

Das mag wohl so sein.

>
> Andererseits leben wir das Prinzip der "Graswurzelrevolution":
> jeder macht was er will.

Dann ist aber bald eine Überraschung fällig wenn Steve wieder an der
Macht ist mit seine Junta.


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Re: Deutsche OSM-Vertretung sinnvoll?

Manfred A. Reiter
Hallo Simon,

Am 27. Oktober 2014 19:53 schrieb Simon Poole <[hidden email]>:

[...]

> >
> > Andererseits leben wir das Prinzip der "Graswurzelrevolution":
> > jeder macht was er will.
>
> Dann ist aber bald eine Überraschung fällig wenn Steve wieder an der
> Macht ist mit seine Junta.
>

Kannst Du das hier dann bitte einmal ein wenig tranparenter machen.
Wer gehört denn zu seiner Junta?

... und die Frage drängt sich mir schon seit Deinem Rücktritt auf - wäre es
nicht sinnvoll gewesen dagegen zu halten?

LG

M.
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Re: Deutsche OSM-Vertretung sinnvoll?

Michael Kugelmann
In reply to this post by SimonPoole
Am 27.10.2014 19:53, schrieb Simon Poole:
> Dann ist aber bald eine Überraschung fällig wenn Steve wieder an der
> Macht ist mit seine Junta.
lasst uns das bitte alle gemeinsam verhinden: er hat den Karren vor ein
paar Jahren mit in den Dreck gefahren, das Board hatte sich bis heute
davon nicht vollständig erholt...


Grüße,
Michael.   (das oben ist meine ganz persönlich Meinung)

PS: ich weiss dass Steve auch sehr wohl Verdienste um OSM hat.


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Re: Deutsche OSM-Vertretung sinnvoll?

SimonPoole
In reply to this post by Manfred A. Reiter
Am 27.10.2014 21:58, schrieb Manfred A. Reiter:
> Kannst Du das hier dann bitte einmal ein wenig tranparenter machen.
> Wer gehört denn zu seiner Junta?
Das weiss man nicht, aber sein Program ist: lasst mich mal für ein Jahr
machen, ich reduzier den Vorstand auf 3 Leute (sprich Steve plus 2) ,
löse alle Probleme, schaffe kübelweise Geld her. Natürlich nur wenn ihe
alle schön brav Addressen erfasst.


>
> ... und die Frage drängt sich mir schon seit Deinem Rücktritt auf - wäre es
> nicht sinnvoll gewesen dagegen zu halten?

Viel kräftiger kann man nicht dagegen halten, dass geht aber als
Vorstandsmitglied natürlich nicht.

Simon


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Re: Deutsche OSM-Vertretung sinnvoll?

Markus-2
In reply to this post by Michael Kugelmann
Liebe politisch Aktive,

Ich bin politisch interessiert, wenn auch bei OSM nicht aktiv.
Bei OSM gehe ich davon aus, dass die Aktiven schon irgendwie alles
"richtig" machen (zumindest nach dem Lizenzwechsel).

Über einige der hier getroffenen Aussagen bin ich dann aber doch etwas
erschrocken:

Simon tritt fristlos zurück und wirft Steve vor,
er wolle mit einer "Junta" die Macht übernehmen.

Michael wirft Steve vor,
er habe bei OSM den "Karren in den Dreck gefahren".

Manfred meint, da müsse man "dagegen halten".

Norbert schreibt von "beabsichtiger Selbstauflösung".

Im Wiki hingegen liest sich alles ganz unauffällig:
http://wiki.openstreetmap.org/wiki/DE:Foundation

Vielleicht kann hier oder im Wiki mal jemand eine kurze
*Geschichte der OSMF* schreiben?
mit den wichtigsten Fakten und Einschätzungen/Meinungen?

Das würde mir (und anderen) helfen, die Zusammenhänge etwas besser zu
verstehen. Vielleicht können wir dann unsere Gedanken zum Sinn einer
eigenen DE-Vertretung besser gestalten.

Danke, Markus


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Re: Deutsche OSM-Vertretung sinnvoll?

Norbert Kück-2
Hallo Markus,

am 28.10.2014 07:26 schrieb Markus:
> Norbert schreibt von "beabsichtiger Selbstauflösung".
Bitte die Worte im Zusammenhang belassen.

Ich schrieb: „Wenn man derzeit Osmf-talk liest, könnte man die
beabsichtigte Selbstauflösung vermuten.“

Das zeigt schon, wie sinnvoll zusammenfassende Darstellungen kritisch
werdender Konflikte sind. Der Teufel steckt oft im Detail, wie Du es in
Deiner Berufstätigkeit sicher ständig erlebst. Also kommt man nicht
daran vorbei, sich die Primärquellen anzutun - besonders schlimm, wenn
man kein englischer Muttersprachler ist oder vergleichbare Kenntnis und
Praxis hat.

Was man aus der aktuellen Situation für eine DE-Vertretung lernen kann:
Wo Menschen sind, da menschelt’s. Wenn man Unstimmigkeiten nicht
frühzeitig bearbeitet, wachsen sie zu Konflikten aus, die sich
irgendwann einen Anlass für eine Zündung suchen. Dann siehst du
plötzlich eine Eigendynamik, die der Vernunft kaum noch zugänglich ist.
Das Ergebnis ist Krieg oder doch noch die Einsicht, dass es keinen Sinn
macht, ständig die Köpfe aneinander zu schlagen. Also nichts Besonderes
im OSMF-Board, es toben die selben Prozesse, wie in vielen anderen
Organisationen, Betrieben, Gruppen.

Gruß
nk

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Re: Deutsche OSM-Vertretung sinnvoll?

dieterdreist
In reply to this post by Markus-2
Am 28. Oktober 2014 07:26 schrieb Markus <[hidden email]>:

> Vielleicht kann hier oder im Wiki mal jemand eine kurze
> *Geschichte der OSMF* schreiben?
> mit den wichtigsten Fakten und Einschätzungen/Meinungen?
>


weiss nicht, ob Du das wirklich alles lesen willst ;-)

Ins Wiki gehört das eher nicht, gerade weil es immer persönlich gefärbt
wäre (die Geschichte der OSMF war bisher öfter mal polarisierend und je
nachdem, welche Auffassung man jeweils vertritt, würde man die Ereignisse
eher so oder so wiedergeben).

Nachlesen kannst Du ein paar Dinge hier seit März 2009:
https://lists.openstreetmap.org/pipermail/osmf-talk/2009-March/date.html#start
bzw. hier in der Übersicht:
https://lists.openstreetmap.org/pipermail/osmf-talk/
Z.T. kamen die Themen sicher auch auf talk@osm rüber, aber da geht es
glücklicherweise in der Masse unter ;-)

Bisher hatte man immer gesagt, die OSMF hält sich bei OSM weitgehend raus
und ist so ein Minimalverein, der die Namens-/Markenrechte hält und die
Server und Webseiten betreibt und dafür Spenden einsammelt. Einmal im Jahr
machen die auch eine Konferenz (SotM), aber aus dem Mapping-tagesgeschäft
sollen sie sich raushalten. Von daher spielt die OSMF bei den Mappern
meistens auch keine große Rolle (von dem was die OSMF macht dringt
normalerweise nicht besonders viel nach aussen).

Gruß,
Martin
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Re: Deutsche OSM-Vertretung sinnvoll?

Michael Kugelmann
In reply to this post by Markus-2
Am 28.10.2014 07:26, schrieb Markus:
> Michael wirft Steve vor,
> er habe bei OSM den "Karren in den Dreck gefahren".
nur als kurze Erläuterung warum ich das geschrieben habe:
wie überall gibt es mehr oderwenig offensichtliche "Seilschaften" und
persönliche gefärbte Interessen. Oder warum fordert Steve so vehement
"mehr Adressen" in OSM?
Was ich Steve vorwerfe, ist dass zu seiner Zeit viele Dinge liegen
geblieben sind (z.B. das Thema local chapter), welche u.A. Simon hat
versucht aufzuräumen. OK, man könnte jetzt sagen "sie haben den
Lizenzwechsel duchrgekriegt" - na ja der Lizenzwechsel hat IMHO auch
viel zu lange gedauert... Und ich befürchte bei Steve's Wiederkehr einen
Rückfall in den alten Trott: Steve ist immer Gut im "Reden schwingen"
und "Werbung machen" (was auch wichtig ist, zumindest am Anfang eines
Projekts) aber nicht mit "ehrlicher und ausdauernder Arbeit" (wodurch
sich u.A. Simon ausgezeichnet hatte)...


Just my 2 cents,
Michael.


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Re: Deutsche OSM-Vertretung sinnvoll?

Manfred A. Reiter
In reply to this post by Markus-2
Moin Markus, *,

Da ich zitiert werde ... ;-)

Am 28. Oktober 2014 07:26 schrieb Markus <[hidden email]>:

> Liebe politisch Aktive,


[...]

Manfred meint, da müsse man "dagegen halten".
>

Damit meine ich,

wenn ich in einem Amt bin, dann lasse ich mich nicht von der
<beachte>Kandidatur</beachte> eines von mir nicht gemochten Mitgliedes aus
dem Amt treiben, sondern

1. warte ich ab, ob denn die Kandidatur Erfolg hat
und
2. versuche dann meine Positionen zu vertreten.

Dies ist umso einfacher, das diese Dinge sinnvollerweise alle der Community
öffentlich zugänglich sind/gemacht werden können.

Ich hoffe, das hat meine Einlassung präzisiert. ;-)

LG

M.
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