POIs - Details - Gerichtsurteil

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Re: POIs - Details - Gerichtsurteil

dieterdreist
Am Fr., 2. Nov. 2018 um 12:07 Uhr schrieb <[hidden email]>:

> Sowohl Ärzte als auch Freiberufler sind auch Privatpersonen.
>


ja, und wo sie Privatpersonen sind (z.B. ihre private Wohnung), dort mappen
wir sie auch nicht.




>
> Wenn in "Müller's Trödelladen" verpflichtend durch den Gesetzgeber der
> Betreiber Hans Werner an der Ladentür dran steht, hat Hans Werner in
> unserer Datenbank m.M.n. schlicht und ergreifend nix zu suchen.



das kann ich eben nicht nachvollziehen. Wenn der Gesetzgeber vorschreibt,
dass der Name öffentlich angebracht sein muss, dann ist es doch offenbar
so, dass die Öffentlichkeit davon Kenntnis haben soll. Was spricht dann
gegen die Aufnahme in die db?



> Hans
> Werner ist Privatperson (Punkt).
>


eben nicht. Er ist Betreiber eines Ladens. (hier angenommen, ohne das
recherchiert zu haben, dass H. Werner seinen Namen verpflichtend auf die
Ladentür schreiben muss).


Und ich kenne erhrlich gesagt kein "Recht der Allgemeinheit", das meine
> persönlichen Daten betreffend über meinem Persönlichkeitsrecht der
> freien Selbstbestimmung steht, auch nicht als Gewerbetreibender,
> Freiberufler, Arzt oder in sonstigen Berufs- oder Beschäftigungsgruppen.
>


wenn Du mit persönlichen Daten den Namen meinst: dieses Recht der
Allgemeinheit gibt es für bestimmte Fälle.




> - offizielle (Geschäfts-)Bezeichnungen ja
> - Adresse (so es tatsächlich ein Ort ist) ja
> - Öffnungszeiten ja
> - Telefon/Fax/Webseite/Mail ja
> - alles weitere hat in dieser Datenbank nix zu suchen, es sei denn, der
> Inhaber des POI's trägts selbst ein und da das nicht nachvollziehbar
> ist, würde ich schlicht und ergreifend alle weitere personenbezogene
> Eingabefelder schließen.



sind das nach Deiner Lesart nicht alles bereits persönliche bzw.
personenbeziehbare Daten?
Wieso diese Daten ja, andere nicht, und welche anderen Daten meinst Du
damit zum Beispiel?

Gruß,
Martin
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Re: POIs - Details - Gerichtsurteil

sepp1974


Am 02.11.2018 12:21 schrieb Martin Koppenhoefer:

> ...
>
> wenn Du mit persönlichen Daten den Namen meinst: dieses Recht der
> Allgemeinheit gibt es für bestimmte Fälle.
>
> ...

Nachzulesen wo?

>
>
>> - offizielle (Geschäfts-)Bezeichnungen ja
>> - Adresse (so es tatsächlich ein Ort ist) ja
>> - Öffnungszeiten ja
>> - Telefon/Fax/Webseite/Mail ja
>> - alles weitere hat in dieser Datenbank nix zu suchen, es sei denn,
>> der
>> Inhaber des POI's trägts selbst ein und da das nicht nachvollziehbar
>> ist, würde ich schlicht und ergreifend alle weitere personenbezogene
>> Eingabefelder schließen.
>
>
>
> sind das nach Deiner Lesart nicht alles bereits persönliche bzw.
> personenbeziehbare Daten?
> Wieso diese Daten ja, andere nicht, und welche anderen Daten meinst Du
> damit zum Beispiel?

Das sind Daten zum POI, keine persönlichen Daten.
Persönliche Daten sind bspw. der Name des Inhabers, private
Erreichbarkeiten, etc. pp. Wenn Rechtsanwalt oder Dr. Herbert Müller
zufällig auch noch über der Praxis wohnt - doof, aber auch dann sollten
Adress-POI's zum Gebäude an sich und dem Laden / der Praxis / Kanzelei /
etc. getrennt werden.

>
> Gruß,
> Martin
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Gruß Sepp

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Re: POIs - Details - Gerichtsurteil

Martin Trautmann
In reply to this post by dieterdreist


Am 2. November 2018 12:21:43 MEZ schrieb Martin Koppenhoefer <[hidden email]>:
>Am Fr., 2. Nov. 2018 um 12:07 Uhr schrieb <[hidden email]>:

>> Wenn in "Müller's Trödelladen" verpflichtend durch den Gesetzgeber
>der
>> Betreiber Hans Werner an der Ladentür dran steht, hat Hans Werner in
>> unserer Datenbank m.M.n. schlicht und ergreifend nix zu suchen.
>
>
>
>das kann ich eben nicht nachvollziehen. Wenn der Gesetzgeber
>vorschreibt,
>dass der Name öffentlich angebracht sein muss, dann ist es doch
>offenbar
>so, dass die Öffentlichkeit davon Kenntnis haben soll. Was spricht dann
>gegen die Aufnahme in die db?
>
>
>
>> Hans
>> Werner ist Privatperson (Punkt).
>>
>
>
>eben nicht. Er ist Betreiber eines Ladens. (hier angenommen, ohne das
>recherchiert zu haben, dass H. Werner seinen Namen verpflichtend auf
>die
>Ladentür schreiben muss).

Ich sehe einen erheblichen Unterschied darin, ob man sich persönlich an die Ladentüre begeben muss, um den Namen herauszufinden, oder ob man vom anderen Ende der Republik aus die zigtausendfache Möglichkeit zum Recherchieren auf dem Serviertablett geboten bekommt.

Ich sehe auch null Mehrwert darin, warum auf einer Straßenkarte solche personenbezogene Info nötig wäre.

Schönen Gruß
Martin

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Re: POIs - Details - Gerichtsurteil

Hartwig Alpers
Mahlzeit.
>> das kann ich eben nicht nachvollziehen. Wenn der Gesetzgeber
>> vorschreibt,
>> dass der Name öffentlich angebracht sein muss, dann ist es doch
>> offenbar
>> so, dass die Öffentlichkeit davon Kenntnis haben soll. Was spricht dann
>> gegen die Aufnahme in die db?
Da müßte man jetzt halt wissen, was in dem Gesetz, das den
Geschäftsinhaber zum Anbringen seines Namens verpflichtet, eigentlich
genau steht.

Wenn sich seine Verpflichtung darauf beschränkt, seine (potentiellen)
Kunden darüber aufzuklären, wer er ist, bezweifle ich, daß man dann von
"öffentlichen Daten" ausgehen kann. Das wäre dann genauso öfffentlich
wie das große farbenfrohe getöpferte Namensschild am Eingang eines
Privathauses, das jeder von der Straße aus sehen kann.

Wenn im Gesetz aber tatsächlich von einer Veröffentlichung der
Information, wem der Laden gehört (durch den Ladeninhaber oder auch
durch die zuständige Behörde auf irgendeine Weise) die Rede ist, wäre es
meines Erachtens O.K, den Inhaber auch zu mappen.

Wobei ich ausdrücklich nicht dafür bin, das auch zu machen.

Und man müßte sich auch noch Gedanken machen, was mit der Information in
unserer Datenbank passiert, wenn der gemappte Ladeninhaber nicht mehr
der Ladeninhaber ist.
Dann ist die Information ganz gewiss nicht mehr öffentlich und müßte bei
uns aus der Datenbank *gelöscht* werden, wenn wir und DS-GVO-konform
verhalten wollen.

Viele Grüße
Hartwig



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Re: POIs - Details - Gerichtsurteil

dieterdreist
In reply to this post by sepp1974


sent from a phone

On 2. Nov 2018, at 13:13, [hidden email] wrote:

>> wenn Du mit persönlichen Daten den Namen meinst: dieses Recht der
>> Allgemeinheit gibt es für bestimmte Fälle.
>> ...
>
> Nachzulesen wo?


je nach Fall z.B. im Handelsregister (Geschäftsführer einer GmbH, wie der Friseur, dessen GmbH gegen Facebook geklagt hatte)
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Handelsregister_(Deutschland)


Gruß,
Martin

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Re: POIs - Details - Gerichtsurteil

sepp1974
 

...und auch hier gilt, wer Lesen kann ist klar im Vorteil ;-)

Du musst als Interessent zur Einsichtnahme in das Handelregister schon
noch auf's Amtsgericht, bzw. die Anfrage dazu online stellen und das tut
i.d.R. nur, wer tatsächlich berechtigtes Interesse hat und nicht Hinz
und Kunz aus langer Weile.

Das Handelsregister - um mal bei dem Fall zu bleiben - stellt die
tatsächlichen Zusammenhänge und Verantwortlichkeiten dar. OSM ist dort
schlicht und ergreifend - genau wie Wikipedia - eine ungenaue und
deshalb nicht vertrauenswürdige Informationsquelle. Schon weil OSM dort
keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit der Daten haben
kann, ist der Datensatz an sich überflüssig. Nicht umsonst wird das
Handelsregister im Amtsgericht gepflegt, nicht umsonst sind Änderungen
nur durch natürliche Personen statthaft, d.h. nichts anderes, als das
die Identität der Personen und deren Angaben auch tatsächlich geprüft
werden. Selbst wenn Änderungen notariell im Register vorgenommen werden,
steht der Notar mit seiner notariellen Verpflichtung zu genau derartigen
Prüfungen vorher dahinter.

WAS SOLL DER OSM-DATENSATZ WERDEN, HANDELSREGISTER LIGHT, KÖNNTE, HÄTTE,
VIELLEICHT, MÖGLICHERWEISE ODER NACHPRÜFBARE, HARTE FAKTEN???

Gruß Sepp

Am 02.11.2018 14:26 schrieb Martin Koppenhoefer:

> sent from a phone
>
> On 2. Nov 2018, at 13:13, [hidden email] wrote:
>
>>> wenn Du mit persönlichen Daten den Namen meinst: dieses Recht der
>>> Allgemeinheit gibt es für bestimmte Fälle.
>>> ...
>>
>> Nachzulesen wo?
>
>
> je nach Fall z.B. im Handelsregister (Geschäftsführer einer GmbH, wie
> der Friseur, dessen GmbH gegen Facebook geklagt hatte)
> https://de.m.wikipedia.org/wiki/Handelsregister_(Deutschland)
>
>
> Gruß,
> Martin
>
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Re: POIs - Details - Gerichtsurteil

dieterdreist
Am Fr., 2. Nov. 2018 um 15:43 Uhr schrieb <[hidden email]>:

> ...und auch hier gilt, wer Lesen kann ist klar im Vorteil ;-)
>
>

das kannst Du Dir sparen, lesen kann hier vermutlich jeder...



> Du musst als Interessent zur Einsichtnahme in das Handelregister schon
> noch auf's Amtsgericht, bzw. die Anfrage dazu online stellen und das tut
> i.d.R. nur, wer tatsächlich berechtigtes Interesse hat und nicht Hinz
> und Kunz aus langer Weile.
>


das geht am Thema vorbei. Klar muss man wissen, was man sucht, aber das ist
in OSM ja nicht anders. Wer liest denn aus Langeweile beliebige
operator-Namen in OSM?



>
> Das Handelsregister - um mal bei dem Fall zu bleiben - stellt die
> tatsächlichen Zusammenhänge und Verantwortlichkeiten dar. OSM ist dort
> schlicht und ergreifend - genau wie Wikipedia - eine ungenaue und
> deshalb nicht vertrauenswürdige Informationsquelle.



stimmt, das HR ist m.E. auch verlässlicher als OSM was das angeht, aber
darum geht es hier nicht.
Um mal bei dem Fall des Friseurs zu bleiben [1], dessen Firma habe ich im
Handelregister gefunden, und auch den Namen des Geschäftsführers, leider
bringt es nichts, den Link zu posten, weil der eine session-id hat.
Es ist HRB 213211, Geschäftsführer steht da mit Namen und sogar
Geburtsdatum.
https://www.handelsregister.de (auf den ersten Blick sieht es so aus, als
koste jede Seite 1,50EUR, aber wenn Du ein bisschen rumklickst wirst Du
z.T. auch relevante Informationen kostenlos finden).


Schon weil OSM dort
> keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit der Daten haben
> kann, ist der Datensatz an sich überflüssig.



es geht nicht darum, das Handelsregister nachzubilden, sondern darum, dass
der Name des Betreibers bei bestimmten POIs durchaus interessant sein kann,
und wenn da nun keine rechtlichen Probleme bestehen hinsichtlich Schutz von
Personendaten, dann kann es Sinn machen, den operator zu taggen, auch wenn
das eine Person ist.

Gruß,
Martin

___
[1]
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Friseur-vs-Facebook-Netzwerk-muss-50-000-Euro-zahlen-4207193.html
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Re: POIs - Details - Gerichtsurteil

sepp1974
 

Am 02.11.2018 18:02 schrieb Martin Koppenhoefer:
Ich kann mir keinen derartigen Fall vorstellen. An dieser Stelle
privater Datensammelwut bin ich raus und werde mit entsprechender
Ankündigung hier und jetzt jeden POI der mir diesbezüglich über den Weg
läuft, entsprechend bereinigen.

DAS HAT NICHTS MEHR MIT HOBBY ZU TUN, DAS IST STASI 3.0!

Gruß
Sepp

>...
>
> es geht nicht darum, das Handelsregister nachzubilden, sondern darum, dass
> der Name des Betreibers bei bestimmten POIs durchaus interessant sein kann,
> und wenn da nun keine rechtlichen Probleme bestehen hinsichtlich Schutz von
> Personendaten, dann kann es Sinn machen, den operator zu taggen, auch wenn
> das eine Person ist.
>
> Gruß,
> Martin
>
> ___
> [1]
> https://www.heise.de/newsticker/meldung/Friseur-vs-Facebook-Netzwerk-muss-50-000-Euro-zahlen-4207193.html
> _______________________________________________
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Re: POIs - Details - Gerichtsurteil

Markus-2
In reply to this post by Florian Lohoff-2
Hallo Florian,

> Ich bezweifle das das in der OSM Datenbank was verloren hat. Pflegt
> auch niemand weiter d.h. nach 4 Jahren stimmt nur noch die hälfte.

Dann dürfte Vieles in OSM nicht mehr eingetragen werden ;-)

Der klassische OSMer ist "Jäger und Sammler".
Die Wenigsten sind "Heger und Pfleger".

Das ist schon mittelfristig ein ernstes Problem für den Datenbestand.
Ähnlich übrigens bei Wikipedia.
Vermutlich ein Grundproblem vieler DBs.

Gruss, Markus

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Re: POIs - Details - Gerichtsurteil

dieterdreist
In reply to this post by sepp1974
Am Fr., 2. Nov. 2018 um 18:57 Uhr schrieb <[hidden email]>:

>
>
> Am 02.11.2018 18:02 schrieb Martin Koppenhoefer:
> Ich kann mir keinen derartigen Fall vorstellen.



z.B. bei einem Restaurant. Wenn das aus Qualitätsgründen in Verruf kommt
und ein Rebranding macht, man aber sieht, dass es noch der alte Betreiber
ist. Ähnlich auch bei Imbissen, Obsthändlern usw. und vermutlich auch bei
Handwerkern, wobei bei denen normalerweise oder oft sowieso der
Geschäftsname auch ein Personenname ist. Das Geschäft besteht dort ja vor
allem aus der Person.

Gruß,
Martin
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Re: POIs - Details - Gerichtsurteil

sepp1974
Seit wann ist OSM ein Bewertungsportal für kalten Döner, dreckige
Tischdecken oder Käfer im Salat und bekommt dann die Kneipe mit der
Bedienung Doppel-D und Bauchnabel frei ein extra Bienchen ins Muttiheft?

Ein derart unverantwortlicher Umgang mit den Persönlichkeitsrechten
Dritter ist ein definitives no go! Wer das Nachlesen will, schaut auf
die Webseite ins Impressum, auf entsprechende Bewertungsportale mit mehr
oder weniger gekauften Meinungen, fragt im Kiez oder probiert es real
aus! OSM ist das Abbild realer physischer und nachprüfbarer Fakten und
keine Bewertungsplattform!

Gruß Sepp

Am 02.11.2018 20:41 schrieb Martin Koppenhoefer:

> Am Fr., 2. Nov. 2018 um 18:57 Uhr schrieb <[hidden email]>:
>
>>
>>
>> Am 02.11.2018 18:02 schrieb Martin Koppenhoefer:
>> Ich kann mir keinen derartigen Fall vorstellen.
>
>
>
> z.B. bei einem Restaurant. Wenn das aus Qualitätsgründen in Verruf
> kommt
> und ein Rebranding macht, man aber sieht, dass es noch der alte
> Betreiber
> ist. Ähnlich auch bei Imbissen, Obsthändlern usw. und vermutlich auch
> bei
> Handwerkern, wobei bei denen normalerweise oder oft sowieso der
> Geschäftsname auch ein Personenname ist. Das Geschäft besteht dort ja
> vor
> allem aus der Person.
>
> Gruß,
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Re: POIs - Details - Gerichtsurteil

Michael Reichert-3
In reply to this post by Hartwig Alpers
Hallo,

Am 02.11.18 um 14:04 schrieb Hartwig Alpers:
> Und man müßte sich auch noch Gedanken machen, was mit der Information in
> unserer Datenbank passiert, wenn der gemappte Ladeninhaber nicht mehr
> der Ladeninhaber ist.
> Dann ist die Information ganz gewiss nicht mehr öffentlich und müßte bei
> uns aus der Datenbank *gelöscht* werden, wenn wir und DS-GVO-konform
> verhalten wollen.

Ich habe keine Lust auf Paragraphenreiterei hier, aber eins möchte ich
anmerken: Die OSMF hat ein berechtigtes Interesse, Änderungen
nachvollziehbar zu haben, das es abzuwägen gilt. Aufgrund dieses
berechtigten Interesses (Vandalismusschutz, Nachvollziehbarkeit,
Urheberrechtsbeschwerden usw.), speichern wir die Metadaten an den
OSM-Objekten, auch wenn der Mitwirkende nicht eingewilligt hat. Details
können der Datenschutzerklärung der OSMF entnommen werden
https://wiki.osmfoundation.org/wiki/Privacy_Policy

Viele Grüße

Michael


--
Per E-Mail kommuniziere ich bevorzugt GPG-verschlüsselt. (Mailinglisten
ausgenommen)
I prefer GPG encryption of emails. (does not apply on mailing lists)


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Datenpflege Was: POIs - Details - Gerichtsurteil

Florian Lohoff-2
In reply to this post by Markus-2
On Fri, Nov 02, 2018 at 08:18:09PM +0100, Markus wrote:

> Hallo Florian,
>
> > Ich bezweifle das das in der OSM Datenbank was verloren hat. Pflegt
> > auch niemand weiter d.h. nach 4 Jahren stimmt nur noch die hälfte.
>
> Dann dürfte Vieles in OSM nicht mehr eingetragen werden ;-)
>
> Der klassische OSMer ist "Jäger und Sammler".
> Die Wenigsten sind "Heger und Pfleger".
>
> Das ist schon mittelfristig ein ernstes Problem für den Datenbestand.
> Ähnlich übrigens bei Wikipedia.
> Vermutlich ein Grundproblem vieler DBs.
Das ist ein Problem der Eintragenden. Beim Eintragen muss man sich
Gedanken machen ob man das wirklich schafft weiter zu pflegen. So
mache ich das jedenfalls. Details die ich nicht offensichtlich sehe
machen keinen Sinn bei OSM - Das Pflegt niemand und irgendwann haben
wir ein Problem mit veralteten oder nicht wirklich existenten Details.

Deshalb bin ich auch kein Freund von micromapping wo jeder Pflasterstein
und jedes Blumenbeet einzeln angelegt wird.

Selbst im großräumigen Stil wie farmland/meadow ist das immer eine
Mammutaufgabe wenn neue Luftbilder kommen das mal alles durchzusehen.
Bei dem Micromapping macht das kein Mensch.

Ich selber habe mir dafür immer einen Tasking Manager aufgesetzt wenn
neue Luftbilder da waren und habe alles durchgesehen.
Aktuell wieder dabei - Ich weiss genau das das 6 Monate dauert bin ich
mir alles mal wieder angesehen habe. Gebäude raus, Gebäude rein,
Straßengeometrieen, Landuses neu geschnitten etc etc.

Flo
--
Florian Lohoff                                                 [hidden email]
        UTF-8 Test: The 🐈 ran after a 🐁, but the 🐁 ran away

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Re: Datenpflege Was: POIs - Details - Gerichtsurteil

Markus-2
Hallo Florian,

ich bin beeindruckt von Deiner tollen Arbeit - danke für die
Beschreibung :-)

Das Wichtigste für die Zukunft ist die Motivation der Beitragenden.

Wir machen das gern, was wir gern machen ;-)
Der eine trägt gern Bahnstrecken ein, der andere Wanderwege, der eine
mappt nur in seinen Dorf (dort aber alles), der andere weltweit (aber
nur wo es Luftbilder gibt), der eine interessiert sich für ganze Wälder,
der andere für einzelne Details. Und einige kümmern sich um
Aktualisierung (in dem Bereich der ihnen wichtig ist).

In der Summe entsteht unsere hoch detaillierte und genaue Karte.
Auch wenn sie in A-Dorf andere Inhalte priorisiert als in B-Dorf.

Da glaube ich einfach an die Wirksamkeit von Crowdsourcing :-)

Voraussetzung bleibt: wir machen nur das was wir gern tun.

Sobald wir jemandem etwas madig machen, das er gern tut, dann schaltet
er auf Angriff oder Flucht - und beides behindert den gemeinsamen Erfolg.

Meine Vision ist Synergie:
Zeige den anderen, was Du machst und wie und warum.
Vielleicht lernen und übernehmen sie etwas davon für ihre Arbeit.
Höre den anderen zu, vielleicht kannst Du etwas für deine Arbeit lernen.

Mapping-Party, Stammtisch, Hackathlon: gemeinsam lernen :-)

>> Der klassische OSMer ist "Jäger und Sammler".
>> Die Wenigsten sind "Heger und Pfleger".
>>
>> Das ist schon mittelfristig ein ernstes Problem für den Datenbestand.
>
> Das ist ein Problem der Eintragenden. Beim Eintragen muss man sich
> Gedanken machen ob man das wirklich schafft weiter zu pflegen. So
> mache ich das jedenfalls.

Du bist "Jäger und Sammler" und "Heger und Pfleger" - gleichzeitig.
Prima.

Andere jagen Pflastersteine (z.B) - und vielleicht korrigieren sie auch
noch den Strassenzug oder ergänzen das Haus, oder den Frisör darin, oder
ersetzen den Frisör durch die Pizzeria.

Je mehr mitmachen, desto besser :-)

Wenn wir den Neuen helfen (Wiki, Forum, ML, real), dann klappt das schon :-)

Gruss, Markus




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Re: POIs - Details - Gerichtsurteil

Florian Lohoff-2
In reply to this post by sepp1974
On Fri, Nov 02, 2018 at 09:22:29AM +0100, [hidden email] wrote:
>  
>
> Ihr verrennt Euch (schon wieder) in Nebensächlichkeiten.
>
> Findet doch erstmal eine gängige Lösung für das Grundproblem!
>
> PERSÖNLICHE DATEN VS. ABBILDUNG PHYSISCHER DATEN!

Personenbezogen um beim BDSG zu bleiben.

Und ja - Hat bei OSM nichts verloren. Ich sehe aber nicht
wo wir das systematisch machen oder siehst du da einen Fall?

Die die wir hier Diskutiert haben waren eher so Unfälle oder
dinge bei denen wir uns einig waren das das keinen Sinn ergibt.

Flo
--
Florian Lohoff                                                 [hidden email]
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Re: POIs - Details - Gerichtsurteil

Florian Lohoff-2
In reply to this post by sepp1974
On Fri, Nov 02, 2018 at 12:06:17PM +0100, [hidden email] wrote:
> Sowohl Ärzte als auch Freiberufler sind auch Privatpersonen.
>
> Wenn in "Müller's Trödelladen" verpflichtend durch den Gesetzgeber der
> Betreiber Hans Werner an der Ladentür dran steht, hat Hans Werner in unserer
> Datenbank m.M.n. schlicht und ergreifend nix zu suchen. Hans Werner ist
> Privatperson (Punkt).

Das möchte ich gerne mal von einem Rechtsanwalt der auf BDSG und DSGVO
Spezialisiert ist aufgedröselt wissen.

Denn - Als Vorstand einer AG bin ich verpflichtet hinzunehmen das dieses
im Bundesanzeiger veröffentlicht wird - richtig?

Wieso gilt anderes bei Inhabern von GmbHs, OHG, Co KG, Limited, Gbrs oder anderen
Rechtsformen?

Gerade bei Gbrs bin ich ja auch bei abweichendem Namen der Firma den
Namen eines oder mehrer Gesellschafter mit zu nennen a la:

"Bäckerei Schmidt Inh. Werner Müller"

Flo
--
Florian Lohoff                                                 [hidden email]
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Re: POIs - Details - Gerichtsurteil

Hartwig Alpers
In reply to this post by Hartwig Alpers
Nabend.

On 02.11.18 14:04, Hartwig Alpers wrote:
>
> Wenn im Gesetz aber tatsächlich von einer Veröffentlichung der
> Information, wem der Laden gehört (durch den Ladeninhaber oder auch
> durch die zuständige Behörde auf irgendeine Weise) die Rede ist, wäre
> es meines Erachtens O.K, den Inhaber auch zu mappen.
>

Nur der Vollständigkeit halber:

Nach etwas Lektüre in der DS-GVO halte ich das nicht mehr für O.K.

Viele Grüße
Hartwig


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Re: POIs - Details - Gerichtsurteil

sepp1974

Yep, der Text zur DS-GVO ist dort ziemlich eindeutig.

OSM kann weder die Grundsätze nach Art. 5 umsetzen, noch bspw. die
Informationspflichten gem. Art. 13, bzw. 14.
Eine Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt, sobald ich diese
innerhalb des POI's mit Adresse, Telefonnummer oder weiteren Daten
verknüpfe.

Die Rechtmäßigkeit einer Verarbeitung wäre überhaupt nur nach Art. 6 [1]
e möglich, wobei hier OSM ersteinmal nachweisen müßte, dass eine
Erforderniss vorliegt, was im Falle des Handelsregisters oder auch der
Einwohnermeldedatei, welche ja amtlich geführt werden, definitiv nicht
zu begründen ist. Abgesehen mal davon, liegt die Hürde durch den zweiten
Halbsatz derart hoch, dass aus meiner Sicht keine Chance besteht, dort
rechtmäßig in die Erfassung oder Verarbeitung herein zu rutschen.

Es wurden in dieser Diskussion bis heute keinerlei nachvollziehbare
Gründe geliefert, diese Daten überhaupt zu erfassen. Das läßt mich zum
Schluss kommen, sie werden lediglich erfasst um des Erfassens Willen
(weil es eben technisch geht und vielfach die Meinung vertreten wird,
dass das was irgendwo für jedermann sichtbar dran steht, für die breite
Öffentlichkeit bestimmt wäre).

Ganz abgesehen mal davon, stellt OSM den Datenbestand jedermann zu jeder
Zeit unkontrolliert zur Verfügung - Autsch!

Da weder die Einwilligung zur Speicherung und/oder Verarbeitung
verwaltet werden kann, noch tatsächlich nachvollzogen werden kann, ob
sie der Berechtigte selbst eingetragen hat oder ein Dritter und auch in
Zukunft eine solche Zugangshürde nicht zu erwarten ist, halte ich es für
angebracht, die Möglichkeit zur Eintragung personenbezogener Daten

1. durch eine unmißverständliche Dokumentation im Wiki als nicht
zulässig zu kennzeichnen
2. den bestehenden Datensatz zu sichten und automatisiert und/oder
händisch auszusortieren und
3. (falls das zuviel oder nicht umsetzbar ist) die Erfassungsmöglichkeit
generell zu deaktivieren und damit auf derartige Daten generell zu
verzichten.

Bei Alternative 3 gehen damit auch sämtliche nicht natürlichen Personen
den Bach runter - ich glaube, damit kann man leben, wenn man nicht weiß,
dass die Klärgrube vom Entsorgungsbetrieb XY betrieben wird - im
Zweifelsfalle steht diese Information am Tor.

Gruß Sepp


Am 06.11.2018 00:15 schrieb Hartwig Alpers:

> Nabend.
>
> On 02.11.18 14:04, Hartwig Alpers wrote:
>>
>> Wenn im Gesetz aber tatsächlich von einer Veröffentlichung der
>> Information, wem der Laden gehört (durch den Ladeninhaber oder auch
>> durch die zuständige Behörde auf irgendeine Weise) die Rede ist, wäre
>> es meines Erachtens O.K, den Inhaber auch zu mappen.
>>
>
> Nur der Vollständigkeit halber:
>
> Nach etwas Lektüre in der DS-GVO halte ich das nicht mehr für O.K.
>
> Viele Grüße
> Hartwig
>
>
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Re: POIs - Details - Gerichtsurteil

dieterdreist


sent from a phone

> On 6. Nov 2018, at 07:19, [hidden email] wrote:
>
>
> Yep, der Text zur DS-GVO ist dort ziemlich eindeutig.
>
> Eine Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt, sobald ich diese innerhalb des POI's mit Adresse, Telefonnummer oder weiteren Daten verknüpfe.



„diese“ was? Diese Firmennamen? Oder diese Namen von Privatleuten? Wie steht es mit Abgeordnetenbüros?
Darf man ein Rathaus mappen, wenn man dadurch implizit auch mappt wo der Bürgermeister sein Büro hat, sind das nicht Daten die personenbeziehbar sind? Oder gibt es evtl Grenzen bei der „Personenbeziehbarkeit“? Alle Daten die sich nicht auf natürliche Dinge und Tote beziehen sind irgendwie personenbeziehbar, es kommt darauf an, welche Bezüge der Auswerter herstellt.




>
>
> Es wurden in dieser Diskussion bis heute keinerlei nachvollziehbare Gründe geliefert, diese Daten überhaupt zu erfassen.


es wurden Gründe genannt, nur weil du die nicht nachvollziehen konntest, oder dabei an Servicekräfte im bauchfreien Top denken musstest, heißt das nicht, dass es sie nicht gibt.



> Das läßt mich zum Schluss kommen, sie werden lediglich erfasst um des Erfassens Willen (weil es eben technisch geht und vielfach die Meinung vertreten wird, dass das was irgendwo für jedermann sichtbar dran steht, für die breite Öffentlichkeit bestimmt wäre).


es geht nicht um alles was irgendwie erkennbar ist, sondern um Firmennamen. Niemand will hier Klingelschilder von Privatleuten mappen oder ähnliches.


>
> ...halte ich es für angebracht, die Möglichkeit zur Eintragung personenbezogener Daten
>
> 1. durch eine unmißverständliche Dokumentation im Wiki als nicht zulässig zu kennzeichnen


steht das nicht schon irgendwo?



> 2. den bestehenden Datensatz zu sichten und automatisiert und/oder händisch auszusortieren und
> 3. (falls das zuviel oder nicht umsetzbar ist) die Erfassungsmöglichkeit generell zu deaktivieren und damit auf derartige Daten generell zu verzichten.


mal sehen, 2 halte ich für theoretisch denkbar, 3 ist technisch unmöglich, zumindest solange man beliebige tags nutzen kann.


Gruß, Martin


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Re: POIs - Details - Gerichtsurteil

sepp1974
Martin, es geht um das namentliche Benennen von Betreibern,
Verantwortlichen, Inhabern, etc. pp.  <= DAS SIND PERSONENBEZOGENE DATEN
und ziemlich klar und eindeutig und NICHT ABSCHLIESSEND in der DS-GVO
benannt. Jede Verknüpfung des Namens einer natürlichen Person mit einem
POI ist bereits Verarbeitung die ohne das Einverständnis des
Namensinhabers nicht erlaubt ist, ohne die Voraussetzungen nach Art. 6
zu erfüllen. OSM erfüllt die Voraussetzungen dafür nicht!

Wenn Du ein Abgeordnetenbüro mappen willst, tue das als Büro und
Abgeordnetenbüro in der Beschreibung. Der Name des Abgeordneten hat dort
von Dir eingetragen nichts zu suchen, es sei denn, Du holst Dir vom
Abgeordneten die schriftliche Bestätigung dies zu tun und hinterlegst
diese als file in der Datenbank.

Heißt die Kneipe "Werners Glasbiergeschäft" ist das der Kneipenname und
wird als solcher gemappt. inhaber, Hausmeister, Koch und Bedienung haben
NAMENTLICH als PERSON in OSM nix zu suchen, völlig egal ob der Koch
nicht kochen kann oder die Bedienung Doppel-D und bauchfrei trägt!

Das Persönlichkeitsrecht ist wesentlich stärker als das begrenzte
Interesse einer unbestimmten Allgemeinheit anhand von personenbezogenen
Daten mögliche Rückschlüsse auf Qualität oder historische Aktivitäten
dieser Person zu ziehen. Dafür gibt es das Handelsregister oder aber die
Webseite des Ladens, auf der der Betreiber selbst die Informationen
bereit stellt und zwar genau die, die er bereit stellen möchte! DS-GVO
ist zum Schutz der Persönlichkeitsrechte erlassen worden und das haben
wir verdammt nochmal zu respektieren!

Heißt die Firma "Max Mustermann Hausmeisterservice" ist das der
Firmenname (Punkt) - daran gibt es überhaupt nichts zu rütteln. Eine
Firma ist keine natürliche Person und fällt damit nicht unter die
DS-GVO, mappst Du Herrn Max Mustermann zusätzlich als Betreiber oder
Inhaber, ist das ein klarer Verstoß gegen die DS-GVO und darum geht es,
nur darum!

Hast Du nun eine GbR deren Inhaber nicht mit dem bspw. namentlich
benannten Altbetreiber in Zusammenhang steht, muss dafür eine
entsprechende Regelung gefunden werden, so die aktuelle
Firmenbezeichnung die Nennung des aktuellen Inhabers verlangt. Davon
sind wir aber meilenweit entfernt mit der aktuellen Diskussion.

Meine ganz persönliche Meinung dazu ist, dass das Persönlichkeitsrecht
des in dem Fall rechtlich zu mappenden Firmeninhabers stärker als die
Verpflichtung aus dem Handelsregister ist, denn Persönlichkeitsrechte
sind im Grundgesetz verankert. Das Handelsrecht als solches ist
nachgeordnetes Recht. Ich kann mich aber durchaus damit anfreunden, wenn
die Backstube "Bäckerei Willy Brötchenteig, Inh. G. Sauerteig" als
Firmenname gemappt wird und G. Sauerteig nicht als Betreiber extra noch.

Habe ich nun irgendwo einen trafo stehen und mappe als Betreiber die
Stadtwerke soundso, ist das doch völlig i.O. und legitim. Die Stadtwerke
soundso sind keine personenbezogenen Daten nach der DS-GVO.

Und solange der Bürgermeister nicht namentlich benannt wird, kannst Du
gern im Rathaus sein Büro mappen, vergiß bitte Toiletten und
Abstellräume nicht.

Werde Dir doch mal über den Begriff des Auswertens klar. Jeder der nach
dem Erfassen des Datensatzes diesen einsieht, ist bereits Auswerter,
völlig unabhängig davon, ob und was er mit den Daten anschließend
anstellt. Sobald ich lesen kann, dass im Rathaus Bürgermeister Eder sein
Unwesen treibt, bin ich bereits in der Auswertung und das nur innerhalb
von OSM ohne auch nur eine einzige andere Verknüpfung hergestellt zu
haben.

Gruß Sepp



Am 06.11.2018 09:41 schrieb Martin Koppenhoefer:

> sent from a phone
>
>> On 6. Nov 2018, at 07:19, [hidden email] wrote:
>>
>>
>> Yep, der Text zur DS-GVO ist dort ziemlich eindeutig.
>>
>> Eine Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt, sobald ich diese
>> innerhalb des POI's mit Adresse, Telefonnummer oder weiteren Daten
>> verknüpfe.
>
>
>
> „diese“ was? Diese Firmennamen? Oder diese Namen von Privatleuten? Wie
> steht es mit Abgeordnetenbüros?
> Darf man ein Rathaus mappen, wenn man dadurch implizit auch mappt wo
> der Bürgermeister sein Büro hat, sind das nicht Daten die
> personenbeziehbar sind? Oder gibt es evtl Grenzen bei der
> „Personenbeziehbarkeit“? Alle Daten die sich nicht auf natürliche
> Dinge und Tote beziehen sind irgendwie personenbeziehbar, es kommt
> darauf an, welche Bezüge der Auswerter herstellt.
>
>
>
>
>>
>>
>> Es wurden in dieser Diskussion bis heute keinerlei nachvollziehbare
>> Gründe geliefert, diese Daten überhaupt zu erfassen.
>
>
> es wurden Gründe genannt, nur weil du die nicht nachvollziehen
> konntest, oder dabei an Servicekräfte im bauchfreien Top denken
> musstest, heißt das nicht, dass es sie nicht gibt.
>
>
>
>> Das läßt mich zum Schluss kommen, sie werden lediglich erfasst um des
>> Erfassens Willen (weil es eben technisch geht und vielfach die Meinung
>> vertreten wird, dass das was irgendwo für jedermann sichtbar dran
>> steht, für die breite Öffentlichkeit bestimmt wäre).
>
>
> es geht nicht um alles was irgendwie erkennbar ist, sondern um
> Firmennamen. Niemand will hier Klingelschilder von Privatleuten mappen
> oder ähnliches.
>
>
>>
>> ...halte ich es für angebracht, die Möglichkeit zur Eintragung
>> personenbezogener Daten
>>
>> 1. durch eine unmißverständliche Dokumentation im Wiki als nicht
>> zulässig zu kennzeichnen
>
>
> steht das nicht schon irgendwo?
>
>
>
>> 2. den bestehenden Datensatz zu sichten und automatisiert und/oder
>> händisch auszusortieren und
>> 3. (falls das zuviel oder nicht umsetzbar ist) die
>> Erfassungsmöglichkeit generell zu deaktivieren und damit auf derartige
>> Daten generell zu verzichten.
>
>
> mal sehen, 2 halte ich für theoretisch denkbar, 3 ist technisch
> unmöglich, zumindest solange man beliebige tags nutzen kann.
>
>
> Gruß, Martin
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