generisches Landuse für bebautes Land

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generisches Landuse für bebautes Land

Stephan Wolff
Moin,

für Straßen gibt es in OSM den universellen Typ "road". Ich
verwende diesen Wert kaum, da man mit Ortskenntnis oder auch
aus Luftbildern den Straßentyp meist recht genau bestimmen kann.
Im Zweifel kann man den kleineren Straßentyp wählen und richtet
dabei kaum Schaden an.

Für "landuse" vermisse ich dagegen einen universellen Wert für
Grundstücke mit Gebäuden. Selbst mit  Ortskenntnis und Luftbildern
kann ich nicht alle Grundstücke zuordnen. Bei manchen Höfen kann ich
im Vorbeifahren nicht erkennen, ob es ein aktiver landwirtschaftlicher
Betrieb ist oder die Gebäude längst anderen Zwecken dienen.
Ehemalige Fabrikgelände werden oftmals in Gewerbehöfe mit einer
bunten Mischung aus Handwerk, Einzelhandel, Dienstleistung, Lager,
Wohnen und Garagen (mit unbekannter Innennutzung) umgewidmet.
Auch um Innenstädte herum gibt es Viertel mit Mischungen von Handel,
Wohnen, Ärzten, Büros und Hinterhofwerkstätten. Meist ist keine
Nutzungsart sichtbar dominant. Trotzdem unterscheiden sich solche
Flächen fundamental von ungenutzten Flächen.

Ich sehe viele Dörfer, die in OSM als eine Fläche mit
"landuse=residential" eingetragen sind, obwohl große Flächenteile
aus ehemaligen oder aktiven Bauernhöfen bestehen.

Wie setzt ihr "landuse" bei bebauten Flächen mit uneindeutiger Nutzung?

Viele Grüße, Stephan



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Re: generisches Landuse für bebautes Land

dieterdreist
Am 21. Januar 2011 18:16 schrieb Stephan Wolff <[hidden email]>:
> Für "landuse" vermisse ich dagegen einen universellen Wert für
> Grundstücke mit Gebäuden. Selbst mit  Ortskenntnis und Luftbildern
> kann ich nicht alle Grundstücke zuordnen. Bei manchen Höfen kann ich
> im Vorbeifahren nicht erkennen, ob es ein aktiver landwirtschaftlicher
> Betrieb ist oder die Gebäude längst anderen Zwecken dienen.


ja, da gibt es bisher nichts, daher wird in der Praxis soweit ich das
in Deutschland gesehen habe, meistens residential genommen, obwohl bei
naeherem hinsehen alles moegliche dort zu finden ist. M.E. werden wir
auch irgendwann die residentials weiter unterteilen, z.B. in dichtere
und weniger dichte Gebiete (Einfamilienhaussiedlungen vs. Wohnblocks /
Mehrfamilienhaeuser)



> Ehemalige Fabrikgelände werden oftmals in Gewerbehöfe mit einer
> bunten Mischung aus Handwerk, Einzelhandel, Dienstleistung, Lager,
> Wohnen und Garagen (mit unbekannter Innennutzung) umgewidmet.
> Auch um Innenstädte herum gibt es Viertel mit Mischungen von Handel,
> Wohnen, Ärzten, Büros und Hinterhofwerkstätten. Meist ist keine
> Nutzungsart sichtbar dominant. Trotzdem unterscheiden sich solche
> Flächen fundamental von ungenutzten Flächen.


ja, das ist das "Mischgebiet", das wir in OSM bisher nicht haben. Ich
habe vor Jahren mal einen Versuch unternommen, wenigstens fuer die
dichten Gebiete, also Zentren, sowas einzufuehren:

http://wiki.openstreetmap.org/wiki/Proposed_features/centre_zone


> Ich sehe viele Dörfer, die in OSM als eine Fläche mit
> "landuse=residential" eingetragen sind, obwohl große Flächenteile
> aus ehemaligen oder aktiven Bauernhöfen bestehen.
>
> Wie setzt ihr "landuse" bei bebauten Flächen mit uneindeutiger Nutzung?


wie Du schon erkannt hast: residential wird gern genommen. Ich wuerde
es auch gut finden, da was anderes dafuer zu haben, aber das "Taggen
fuer die Renderer" ist in dem Bereich schon recht weit
fortgeschritten.

Gruss Martin

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Re: generisches Landuse für bebautes Land

Frederik Ramm
In reply to this post by Stephan Wolff
Hallo,

Stephan Wolff wrote:
> Für "landuse" vermisse ich dagegen einen universellen Wert für
> Grundstücke mit Gebäuden.

Der universelle "ich weiss es nicht besser"-Wert ist eigentlich
"residential".

> Ich sehe viele Dörfer, die in OSM als eine Fläche mit
> "landuse=residential" eingetragen sind, obwohl große Flächenteile
> aus ehemaligen oder aktiven Bauernhöfen bestehen.

Ja, das ist meist aus der Landsat-Zeit, da konnte man es genauer halt
nicht sagen.

> Wie setzt ihr "landuse" bei bebauten Flächen mit uneindeutiger Nutzung?

"residential".

Bye
Frederik

--
Frederik Ramm  ##  eMail [hidden email]  ##  N49°00'09" E008°23'33"

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Re: generisches Landuse für bebautes Land

osm-8
Hi,
und was nimmt man dann für ein definitives Wohngebiet? ;-)

Henning

Am 21.01.2011 21:03, schrieb Frederik Ramm:

> Hallo,
>
> Stephan Wolff wrote:
>> Für "landuse" vermisse ich dagegen einen universellen Wert für
>> Grundstücke mit Gebäuden.
>
> Der universelle "ich weiss es nicht besser"-Wert ist eigentlich
> "residential".
>
>> Ich sehe viele Dörfer, die in OSM als eine Fläche mit
>> "landuse=residential" eingetragen sind, obwohl große Flächenteile
>> aus ehemaligen oder aktiven Bauernhöfen bestehen.
>
> Ja, das ist meist aus der Landsat-Zeit, da konnte man es genauer halt
> nicht sagen.
>
>> Wie setzt ihr "landuse" bei bebauten Flächen mit uneindeutiger Nutzung?
>
> "residential".
>
> Bye
> Frederik
>


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Re: generisches Landuse für bebautes Land

Frederik Ramm
Hallo,

Henning Scholland wrote:
> und was nimmt man dann für ein definitives Wohngebiet? ;-)

Das gleiche. Wem es wichtig ist, der kann ja das nicht-definitive mit
einem source oder note verfeinern.

Bye
Frederik

--
Frederik Ramm  ##  eMail [hidden email]  ##  N49°00'09" E008°23'33"

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Re: generisches Landuse für bebautes Land

Garry-5
In reply to this post by Stephan Wolff
Am 21.01.2011 18:16, schrieb Stephan Wolff:

> Moin,
>
> für Straßen gibt es in OSM den universellen Typ "road". Ich
> verwende diesen Wert kaum, da man mit Ortskenntnis oder auch
> aus Luftbildern den Straßentyp meist recht genau bestimmen kann.
> Im Zweifel kann man den kleineren Straßentyp wählen und richtet
> dabei kaum Schaden an.
>
> Für "landuse" vermisse ich dagegen einen universellen Wert für
> Grundstücke mit Gebäuden. Selbst mit  Ortskenntnis und Luftbildern
>
Es fehlt ein eigener Schlüssel für "bebaut/besiedelt" (Gebäude mit
Grundstücken insofern es sich nicht
um Ackerflächen/Wiesen/Wald im landwirschaftlichen Sinne handelt).
Für die Ersterfassung setze ich derzeit auch meist landuse=residential.
Dies hat sich so eingbürgt da
in OSM leider versäumt wurde solche Geschichten hierachisch aufzubauen,
d.h. eine Grobeinteilung mit
feineren Unterteilungsmöglichkeiten ohne die Grobeinteilung aufgeben zu
müssen.
Teilweise wird/wurde landuse bis auf einzelne Grundstücksflächen
heruntergebrochen, aber schon die Betrachtung
von Strassen führt hier zu konflickten - eine Autobahn gehört sicher
nicht mehr zum umgebenden landuse,
bei highway=residential ist es sehr mühsam diese auszuklammern,
letztenendes aber doch eine interessante Information
wie z.B. das Verhältniss von Strassen zu "Wohnfläche" aussieht...



Garry


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Re: generisches Landuse für bebautes Land

Stephan Wolff
In reply to this post by Frederik Ramm
Am 21.01.2011 21:03, schrieb Frederik Ramm:
> Stephan Wolff wrote:
>> Ich sehe viele Dörfer, die in OSM als eine Fläche mit
>> "landuse=residential" eingetragen sind, obwohl große Flächenteile
>> aus ehemaligen oder aktiven Bauernhöfen bestehen.
>
> Ja, das ist meist aus der Landsat-Zeit, da konnte man es genauer halt
> nicht sagen.

Auch mit guten Luftbildern ist die Zuordnung nicht einfach.
Laut statistischem Bundesamt haben zwischen 1999 und 2007 mehr als 20%
der landwirtschaftlichen Betriebe aufgegeben. Die Gebäude dürften meist
noch vorhanden sein. Ob eine Scheune noch von einem Bauern genutzt wird
oder als Winterlager für Segelboote, Werkstatt eines Motorradclubs etc.
dient, ist auf dem Luftbild oder im Vorbeifahren schwer zu
unterscheiden.

>> Wie setzt ihr "landuse" bei bebauten Flächen mit uneindeutiger Nutzung?
>
> "residential".
>
Schade, "landuse" kann ein sehr nützliches tag sein (etwa bei
Wohnungssuche,  Hotelbuchung oder Radtourplanung).
Vielleicht sollte man Untertypen für verschiedene Bebauungsformen einführen:
residential=single
residential=twin
residential=row
residential=multi-storey
und
residential=pseudo_for_renderer

Viele Grüße, Stephan


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Re: generisches Landuse für bebautes Land

Robert S.
In reply to this post by Stephan Wolff
2011/1/21 Stephan Wolff <[hidden email]>

> Für "landuse" vermisse ich dagegen einen universellen Wert für
> Grundstücke mit Gebäuden. Selbst mit  Ortskenntnis und Luftbildern
> kann ich nicht alle Grundstücke zuordnen. Bei manchen Höfen kann ich
> im Vorbeifahren nicht erkennen, ob es ein aktiver landwirtschaftlicher
> Betrieb ist oder die Gebäude längst anderen Zwecken dienen.
> Ehemalige Fabrikgelände werden oftmals in Gewerbehöfe mit einer
> bunten Mischung aus Handwerk, Einzelhandel, Dienstleistung, Lager,
> Wohnen und Garagen (mit unbekannter Innennutzung) umgewidmet.
> Auch um Innenstädte herum gibt es Viertel mit Mischungen von Handel,
> Wohnen, Ärzten, Büros und Hinterhofwerkstätten. Meist ist keine
> Nutzungsart sichtbar dominant. Trotzdem unterscheiden sich solche
> Flächen fundamental von ungenutzten Flächen.
>
> Ich sehe viele Dörfer, die in OSM als eine Fläche mit
> "landuse=residential" eingetragen sind, obwohl große Flächenteile
> aus ehemaligen oder aktiven Bauernhöfen bestehen.
>
> Wie setzt ihr "landuse" bei bebauten Flächen mit uneindeutiger Nutzung?
>

Erfasse es einfach nach bestem Wissen und Gewissen.
Wenn es wie ein Bauernhof aussieht, ist landuse=farmyard ja schonmal nicht
grundfalsch. Kannst ja noch "FIXME=farmyard oder residential?" anfügen.
Und "landuse=residential" kann nach definition auch einzelne Gewerbebetriebe
innerhalb des Wohngebiets enthalten.
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Re: generisches Landuse für bebautes Land

Stephan Wolff
Am 22.01.2011 14:17, schrieb Robert S.:

> 2011/1/21 Stephan Wolff<[hidden email]>
>
>> Für "landuse" vermisse ich dagegen einen universellen Wert für
>> Grundstücke mit Gebäuden.
>>
>> Wie setzt ihr "landuse" bei bebauten Flächen mit uneindeutiger Nutzung?
>
> Erfasse es einfach nach bestem Wissen und Gewissen.
> Wenn es wie ein Bauernhof aussieht, ist landuse=farmyard ja schonmal nicht
> grundfalsch. Kannst ja noch "FIXME=farmyard oder residential?" anfügen.

Ja, "FIXME=farmyard, residential oder anderes" wäre möglich.

> Und "landuse=residential" kann nach definition auch einzelne Gewerbebetriebe
> innerhalb des Wohngebiets enthalten.

Mit Hinterhofwerkstätten, Ladengeschäften und Kneipen in Wohngebieten
habe ich kein Problem. Aber viele bebaute Flächen fallen auch bei
großzügiger Auslegung nicht unter diese Definition.
Schwierig einzuordnen sind z.B.
- kleinflächige Mischnutzungen
- Ausbildungszentren/Lager von THW, DRK, DLRG, DGzRS, ASB, ...
- ambulante Gesundheitseinrichtungen
- Vereinsgebäude für Versammlung, Schulung, Lager und Werkstatt
- großflächige Gastronomie (Landgasthaus mit Kegelbahn ohne Hotel)

Viele Grüße, Stephan




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ben
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Re: generisches Landuse für bebautes Land

ben
Hallo,

wenn wir einmal dabei sind:
Ich war mir nie sicher wie ich das hier taggen soll:

http://maps.google.com/maps?f=q&source=s_q&hl=en&geocode=&q=gr%C3%A4fenroda&aq=&sll=51.318857,12.344019&sspn=0.035673,0.090895&ie=UTF8&hq=&hnear=Gr%C3%A4fenroda,+Ilm-Kreis,+Thuringia,+Germany&ll=50.75077,10.808696&spn=0.002257,0.005681&t=h&z=18

Einerseits sind das private eingezäunte "Gärten" ohne wirkliche
landwirtschaftliche Nutzung (außer das private Beet ;) ) und dahinter
sind Wiesen, die aber auch nicht landwirtschaftlich genutzt werden.
Also das sind alles keine Bauern bzw. Bauernhöfe....

Wäre das auch alles (inklusive den Wiesen) residential?

Grüße,
ben


2011/1/23 Stephan Wolff <[hidden email]>:

> Am 22.01.2011 14:17, schrieb Robert S.:
>>
>> 2011/1/21 Stephan Wolff<[hidden email]>
>>
>>> Für "landuse" vermisse ich dagegen einen universellen Wert für
>>> Grundstücke mit Gebäuden.
>>>
>>> Wie setzt ihr "landuse" bei bebauten Flächen mit uneindeutiger Nutzung?
>>
>> Erfasse es einfach nach bestem Wissen und Gewissen.
>> Wenn es wie ein Bauernhof aussieht, ist landuse=farmyard ja schonmal nicht
>> grundfalsch. Kannst ja noch "FIXME=farmyard oder residential?" anfügen.
>
> Ja, "FIXME=farmyard, residential oder anderes" wäre möglich.
>
>> Und "landuse=residential" kann nach definition auch einzelne
>> Gewerbebetriebe
>> innerhalb des Wohngebiets enthalten.
>
> Mit Hinterhofwerkstätten, Ladengeschäften und Kneipen in Wohngebieten
> habe ich kein Problem. Aber viele bebaute Flächen fallen auch bei
> großzügiger Auslegung nicht unter diese Definition.
> Schwierig einzuordnen sind z.B.
> - kleinflächige Mischnutzungen
> - Ausbildungszentren/Lager von THW, DRK, DLRG, DGzRS, ASB, ...
> - ambulante Gesundheitseinrichtungen
> - Vereinsgebäude für Versammlung, Schulung, Lager und Werkstatt
> - großflächige Gastronomie (Landgasthaus mit Kegelbahn ohne Hotel)
>
> Viele Grüße, Stephan
>
>
>
>
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> http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de
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Re: generisches Landuse für bebautes Land

aeonesa
Am 23.01.2011 22:20, schrieb ben:

> Hallo,
>
> wenn wir einmal dabei sind:
> Ich war mir nie sicher wie ich das hier taggen soll:
>
> http://maps.google.com/maps?f=q&source=s_q&hl=en&geocode=&q=gr%C3%A4fenroda&aq=&sll=51.318857,12.344019&sspn=0.035673,0.090895&ie=UTF8&hq=&hnear=Gr%C3%A4fenroda,+Ilm-Kreis,+Thuringia,+Germany&ll=50.75077,10.808696&spn=0.002257,0.005681&t=h&z=18
>
> Einerseits sind das private eingezäunte "Gärten" ohne wirkliche
> landwirtschaftliche Nutzung (außer das private Beet ;) ) und dahinter
> sind Wiesen, die aber auch nicht landwirtschaftlich genutzt werden.
> Also das sind alles keine Bauern bzw. Bauernhöfe....
>
> Wäre das auch alles (inklusive den Wiesen) residential?
>
Die Häuser incl. Gärten sind eindeutig residential. Die Wiesen könnte
man auch residential tagen. Natural=grass oder scrub ginge auch. Müsste
mann aber vor Ort mal ansehen.

Wenn man aber mal etwas größer zoomt sieht man, das die Wiesen
eigentlich strukturell noch zum residential gerechnet werden können.

Ansonsten wie immer bei OSM der Rat: Mach es nach bestem Wissen und
Gewissen.

Gruß

Volker

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Re: generisches Landuse für bebautes Land

Stephan Wolff
In reply to this post by Frederik Ramm
Moin!

Am 21.01.2011 22:16, schrieb Frederik Ramm:
> Henning Scholland wrote:
>> und was nimmt man dann für ein definitives Wohngebiet? ;-)
>
> Das gleiche. Wem es wichtig ist, der kann ja das nicht-definitive mit
> einem source oder note verfeinern.
>
Ich empfinde etwas wie "landuse=residential", "note=Vereinsgelände,
keine Wohnungen" als falsch.
Bis sich etwas besseres ergibt werde ich für bebaute Flächen, die nicht
in die üblichen Kategorien passen, "landuse=buildings" nehmen.

Gruß, Stephan


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Re: generisches Landuse für bebautes Land

Johann H. Addicks
Am 25.01.2011 01:20, schrieb Stephan Wolff:

> Ich empfinde etwas wie "landuse=residential", "note=Vereinsgelände,
> keine Wohnungen" als falsch.
> Bis sich etwas besseres ergibt werde ich für bebaute Flächen, die nicht
> in die üblichen Kategorien passen, "landuse=buildings" nehmen.

Es gibt afaik keine Entsprechung für das in den Bebauungsplänen so gern
gewählte "Mischbebauung".
z.B. für "Wohnhäuser mit Geschäften im Erdgeschoss"
Oder "Wohnhaus mit Handwerksbetrieb im Hof"

-jha-


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Re: generisches Landuse für bebautes Land

dieterdreist
Am 25. Januar 2011 04:49 schrieb Johann H. Addicks <[hidden email]>:
> Am 25.01.2011 01:20, schrieb Stephan Wolff:
> Es gibt afaik keine Entsprechung für das in den Bebauungsplänen so gern
> gewählte "Mischbebauung".


ja, leider.

Auch sonst lässt sich die BauNVO (Nutzungsverordnung,
http://www.gesetze-im-internet.de/baunvo/index.html#BJNR004290962BJNE001002307
) nur schlecht auf OSM übertragen. Wir haben in den Bereichen, die vor
allem vorkommen, (Wohngebiet, Gewerbegebiet, Industriegebiet) kaum
Klassen, während einige Spezialfälle schon recht detailliert
abgebildet werden.

Prinzipiell würde ich der amtlichen deutschen Unterteilung ihren Sinn
nicht absprechen, und es wäre nicht schlecht, wenn man bei Bedarf
mind. auf diesem Basislevel ankommen könnte.

Die BauNVO sieht diese Nutzungsarten vor (in Bebauungsplänen wird das
dann z.T. noch deutlich feiner spezifiziert, Freitext ist
möglich/üblich):

§ 2 Kleinsiedlungsgebiete
§ 3 Reine Wohngebiete
§ 4 Allgemeine Wohngebiete
§ 4a Gebiete zur Erhaltung und Entwicklung der Wohnnutzung (besondere
Wohngebiete)
§ 5 Dorfgebiete
§ 6 Mischgebiete
§ 7 Kerngebiete
§ 8 Gewerbegebiete
§ 9 Industriegebiete
§ 10 Sondergebiete, die der Erholung dienen
§ 11 Sonstige Sondergebiete

Der Unterschied  z.B. zwischen einem reinen Wohngebiet und einem
allgemeinen Wohngebiet liegt darin, welche Nicht-wohnnutzungen
zusätzlich grundsätzlich erlaubt sind (Erlaubnisse und Befreiungen
gibts extra, es können also Ausnahmen entstehen, genauso wie sie auch
durch "sonstige Sondergebiete" möglich sind).

Wenn man das mit OSM vergleicht, dann "fehlen" offenbar derzeit
folgende Nutzungsarten, bzw. sind derzeit sehr grob enthalten (dann
besser subtagging als neue Klasse):
- Dorfgebiete
- Mischgebiete
- Kerngebiete
- Gewerbegebiete (Industry light)

und ggf. ein "Sondergebiet", welches man durch subtags verfeinern
könnte, damit nicht für jede Besonderheit gleich ne neue Klasse
entstehen muss.

Hat jemand Lust, ein Proposal dazu zu erstellen? Ich komme gerade
nicht dazu und habe auch noch ein paar Proposals am Laufen...

Gruß Martin

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Re: generisches Landuse für bebautes Land

Falk Zscheile
In reply to this post by Johann H. Addicks
Am 25. Januar 2011 04:49 schrieb Johann H. Addicks <[hidden email]>:

> Am 25.01.2011 01:20, schrieb Stephan Wolff:
>
>> Ich empfinde etwas wie "landuse=residential", "note=Vereinsgelände,
>> keine Wohnungen" als falsch.
>> Bis sich etwas besseres ergibt werde ich für bebaute Flächen, die nicht
>> in die üblichen Kategorien passen, "landuse=buildings" nehmen.
>
> Es gibt afaik keine Entsprechung für das in den Bebauungsplänen so gern
> gewählte "Mischbebauung".
> z.B. für "Wohnhäuser mit Geschäften im Erdgeschoss"
> Oder "Wohnhaus mit Handwerksbetrieb im Hof"
>

Es gibt aber keine Hindernisse, landuse=residential durch ein Subtag
residential=[wasauchimmer] insoweit zu erweitern.

Gruß, Falk

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Re: generisches Landuse für bebautes Land

Falk Zscheile
In reply to this post by dieterdreist
Am 25. Januar 2011 11:46 schrieb M∡rtin Koppenhoefer <[hidden email]>:

> Am 25. Januar 2011 04:49 schrieb Johann H. Addicks <[hidden email]>:
>> Am 25.01.2011 01:20, schrieb Stephan Wolff:
>> Es gibt afaik keine Entsprechung für das in den Bebauungsplänen so gern
>> gewählte "Mischbebauung".
>
>
> ja, leider.
>
> Auch sonst lässt sich die BauNVO (Nutzungsverordnung,
> http://www.gesetze-im-internet.de/baunvo/index.html#BJNR004290962BJNE001002307
> ) nur schlecht auf OSM übertragen. Wir haben in den Bereichen, die vor
> allem vorkommen, (Wohngebiet, Gewerbegebiet, Industriegebiet) kaum
> Klassen, während einige Spezialfälle schon recht detailliert
> abgebildet werden.
>
> Prinzipiell würde ich der amtlichen deutschen Unterteilung ihren Sinn
> nicht absprechen, und es wäre nicht schlecht, wenn man bei Bedarf
> mind. auf diesem Basislevel ankommen könnte.
>
> Die BauNVO sieht diese Nutzungsarten vor (in Bebauungsplänen wird das
> dann z.T. noch deutlich feiner spezifiziert, Freitext ist
> möglich/üblich):
>
> § 2 Kleinsiedlungsgebiete
> § 3 Reine Wohngebiete
> § 4 Allgemeine Wohngebiete
> § 4a Gebiete zur Erhaltung und Entwicklung der Wohnnutzung (besondere
> Wohngebiete)
> § 5 Dorfgebiete
> § 6 Mischgebiete
> § 7 Kerngebiete
> § 8 Gewerbegebiete
> § 9 Industriegebiete
> § 10 Sondergebiete, die der Erholung dienen
> § 11 Sonstige Sondergebiete
>

Wer sich damit auskennt kann ja ein residential=de:6_BauNVO etc. verwenden.

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Re: generisches Landuse für bebautes Land

dieterdreist
In reply to this post by Falk Zscheile
Am 25. Januar 2011 14:02 schrieb Falk Zscheile <[hidden email]>:
> Am 25. Januar 2011 04:49 schrieb Johann H. Addicks <[hidden email]>:

>> Es gibt afaik keine Entsprechung für das in den Bebauungsplänen so gern
>> gewählte "Mischbebauung".
>> z.B. für "Wohnhäuser mit Geschäften im Erdgeschoss"
>> Oder "Wohnhaus mit Handwerksbetrieb im Hof"
>>
>
> Es gibt aber keine Hindernisse, landuse=residential durch ein Subtag
> residential=[wasauchimmer] insoweit zu erweitern.

ja, wobei eine Erweiterung von landuse=residential immer eine Art von
Wohngebiet sein sollte. Das für Mischgebiete zu verwenden würde ich
eher nicht.

Gruß Martin

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Re: generisches Landuse für bebautes Land

dieterdreist
In reply to this post by Falk Zscheile
Am 25. Januar 2011 14:05 schrieb Falk Zscheile <[hidden email]>:

>> § 2 Kleinsiedlungsgebiete
>> § 3 Reine Wohngebiete
>> § 4 Allgemeine Wohngebiete
>> § 4a Gebiete zur Erhaltung und Entwicklung der Wohnnutzung (besondere
>> Wohngebiete)
>> § 5 Dorfgebiete
>> § 6 Mischgebiete
>> § 7 Kerngebiete
>> § 8 Gewerbegebiete
>> § 9 Industriegebiete
>> § 10 Sondergebiete, die der Erholung dienen
>> § 11 Sonstige Sondergebiete
>>
>
> Wer sich damit auskennt kann ja ein residential=de:6_BauNVO etc. verwenden.


dagegen. Das sind m.E. so elementare Dinge, dass ich mir da
international einheitliches Tagging wünschen würde. Sowas wie
"de:6_BauNVO" könnte man in einen legal-tag für Baurecht einsetzen
(z.B. mit amtlicher Grundlage, Bebauungs- und Flächennutzungspläne
sind ja gemeinfrei), aber nicht als Klassifizierung im landuse-tag.

Es fehlen ja auch nur einzelne Werte:

* Gewerbegebiet - könnte man als landuse=industrial und Zusatztag
light oder so taggen. Auch Lagerhallen und Schrottplätze werden ja als
industrial getaggt, eine Unterscheidung von Produktionsflächen wäre da
z.B. auch nicht schlecht (subtag).

* Sondergebiete werden bisher jeweils einzeln als Hauptklasse
definiert, könnte man auch mit subtags regeln, um eine Basiskarte auch
schon etwas einfacher herstellen zu können

* Dorfgebiete könnte man erfinden, sowas gibt's überall. Evtl. ist das
auch eine übergeordnete Einheit, mit der man die einzelnen Landuses
wie farmyard zusammenfassen könnte (Multipolygon-Relation).

* Mischgebiete fehlen m.E.

* Kerngebiete sind bei uns AFAIK commercial/retail, gibt es sowohl mit
Wohnnutzungen als auch ohne.

Gruß Martin

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